Tiere in Australien

02Feb2018

Eine der häufigsten Fragen, die mir von Freunden und Familie gestellt wird, betrifft die Tiere, die ich hier antreffe. Um diese Frage für möglichst viele Leute beantworten zu können, folgt hier nun eine Liste mit allen Tier-Erlebnissen, die ich hier bis jetzt hatte und die mir spontan einfallen. Enjoy.


1. An einem meiner ersten Tage waren wir auf einem Spielplatz und plötzlich waren neben mir auf dem Boden eine Wespe und eine Spinne. Wespen sind hier irgendwie größer als bei uns und eher orange statt gelb. Die Spinne war ungefähr so groß wie meine Handfläche und grau. Die beiden netten Tierchen haben gekämpft, die Wespe hat letztendlich gewonnen und die Spinne totgebissen. Dann kam einen Frau dazu, die anscheinend noch nicht viele Tier-Erlebnisse in ihrem Leben hatte und hat angefangen, mit einem Stock auf die Wespe einzuschlagen. Weil diese dadurch natürlich aggressiv wird, sind wir dann schnell weggegangen.
2. In Sydney sind (vor allem wenn es dunkel ist) ÜBERALL Kakerlaken. Wirklich überall.
3. Als wir im Kangaroo Valley waren hatte ich ein Schlafzimmer im Erdgeschoss mit einer Tür nach draußen zu einer Terrasse. Nach ein paar Tagen hat meine Hostmum mich darauf angesprochen, dass direkt an meiner Tür eine Schlangenhaut liegt. Die war mehr als 1,5 Meter lang und gehörte ehemals einer Brown Snake, welche angeblich sehr gefährlich sind und meist an den Orten leben, wo sie sich häuten. Dort beobachten Sie die Menschen/ihr Opfer, merken sich ihre Routine detailliert und greifen dann nach einiger Zeit an. Meine Tür blieb ab diesem Moment verschlossen.
4. Ebenfalls im Kangaroo Valley habe ich meine ersten Kangaroos gesichtet. Zunächst leider ein einzelnes totes am Straßenrand, dann einen Tag später circa 60 lebendige auf einem Hügel.
5. Meine Gastfamilie hat eine Katze.
6. In Manyana waren überall Cicadas. Das sind so superduper käferartige Tiere, die aus dem Boden gekrochen kommen, dann sind überall so schwarze Löcher. Die Cicadas setzen sich dann an einen Baum oder auf den Boden und machen ein unglaublich lautes Geräusch. Oft kann man sich wirklich nicht unterhalten, weil Cicadas so laut sind und ab und zu hatte ich auch echt Kopfschmerzen von dem Geräusch. Jedenfalls sind Cicadas erst in einem Panzer, verlassen diesen aber dann und fliegen rum. Die Panzer kleben dann an allen Bäumen und eigentlich auch an jeder anderen Stelle. Nicht sehr angenehme Wegbegleiter.
7. Die Vögel hier zwitschern nicht sondern schreien.
8. Mich hat (vermutlich) eine Qualle am Fuß attackiert. Habe überlebt.
9. Mücken sind hier ganz fies.
10. In unserem Haus habe ich schon mehrer Baby-Huntsman-Spinnen gesehen. Die sind dann so circa 4cm groß würde ich schätzen. Einmal war auch eine ausgewachsene Huntsman-Spinne in unserem Esszimmer, aber da habe ich (leider leider) schon geschlafen.

Erster Monat in Sydney

15Jan2018

Nun ist schon etwas mehr als ein Monat vergangen, seitdem ich hier in Sydney angekommen bin. Wie jeder andere Reisende auch kann ich einfach nur sagen, dass die Zeit wie im Flug vergeht.
Vor allem durch die 2 Wochen, in denen ich mit meiner Gastfamilie unterwegs war, verging die Zeit schneller, als ich dachte.
Für mich ist es auf gewisse Weise irgendwie echt schwierig, hier Anschluss zu finden. Also bei meiner Hostfamily habe ich mich echt schon eingelebt und fühle mich hier pudelwohl, aber Leute in meinem Alter zu finden, ist schwieriger als erwartet. Vor allem weil ich mir vorgenommen hatte, mich von den vielen Deutschen die hier rumlungern etwas fernzuhalten und stattdessen Leute aus der Umgebung kennenzulernen.
Zwei Freunde habe ich bereits (juhu), sie sind beide deutsch, trotzdem aber ganz okay. Spaß, die sind Bombe- ich bin richtig froh Charline und Anna hier zu haben! Wir haben uns schon mehrmals getroffen und erkunden hier viele Ecken gemeinsam. Gestern haben wir uns zum Beispiel mit noch 3 anderen jungen Hüpfern an den berühmten “Bondi to Coogee coastal walk” herangewagt. Das Wetter war überraschenderweise überhaupt nicht dafür geeignet- es war recht stürmisch und hat in geringen Abständen echt stark geregnet. Doch wir waren tapfer und sind die 6 Kilometer bis zum Ende gelaufen. An einer Stelle war der Wind und Regen so stark, dass wir zu einem Parkplatz gerannt sind und uns hinter einen Van gehockt haben, um etwas Windschatten zu klauen. Dass in dem Van jemand drinsaß haben wir erst bemerkt, als ein bärtiger Mann die Autotür aufgemacht hat und gefragt hat, ob wir reinkommen wollen. Netter Kerl. Aber wie bereits gesagt waren wir tapfer und sind frohen Mutes weitergegangen.
Allmählich kriege ich einen groben Überblick über diese riesige Stadt und freue auf jedes Wochenende, weil ich da die Chance kriege, Sydney noch mehr zu erkunden.

Manyana und Kangaroo Valley

07Jan2018

Nachdem wir Silvester im Kangaroo Valley verbracht haben sind wir für eine Woche nach Manyana gefahren, die Zeit dort war unglaublich schön! Unser Haus war sehr nah am Meer und für die paar Tage hatte ich echt das Gefühl das Leben einer waschechten Surferin zu führen. Surfen kann ich zwar nicht, aber habe in Manyana an verschiedenen Stränden mein Glück am Body/Buddy Boarding versucht. Das ist quasi die Kinder-/Einsteigerversion vom Surfen, dementsprechend viel einfacher und trotzdem ganz schön schwer. Drei Wellen habe ich “gecatcht”! Purer Stolz.
Wenn die Wellen in Manyana sehr hoch sind, hören alle auf zu arbeiten und gehen surfen. Das bestätigt sicherlich einige Klischees und gibt den Menschen dort viele Sympathiepunkte.
Übrigens habe ich inzwischen endlich auch mal Kängurus erblickt, das allererste war allerdings ein totes am Straßenrand..
Mittlerweile war ich in mehreren Nationalparks, weil meine Gastfamilie immer wenn die Möglichkeit dazu besteht, auf „bush walks“ geht. Die Aussichtsplattformen dort sind atemberaubend und man kann oft Kilometerweit blicken. Leider muss man immer immer immer auf dem Pfad bleiben (das wird einem hier sogar in den Kinderliedern beigebracht), weil außerhalb der Pfade einfach zu viele giftige Tiere leben. Dadurch kann man den vielen Touristen meistens nicht aus dem Weg gehen. Das ändert aber natürlich nichts daran, dass die Natur hier unglaublich beeindruckend ist. Einfach nur zum Staunen.

Weihnachten in Canberra

28Dez2017

28.12.2017

Die letzten Tage (also auch Weihnachten) haben wir in Canberra verbracht. Hier wohnt die Familie von meiner Hostmum.
Dieses Weihnachten war sehr ungewohnt für mich.. das Wetter war anders als normalerweise, einen viel größeren Unterschied hat allerdings die Tatsache gemacht, dass ich an Heilig Abend nicht bei meiner Familie war.
Meine Gastfamilie hat sich große Mühe gegeben, damit ich mich trotz allem sehr wohl fühle.
In Australien ist der 24.12 nichts besonderes.. gefeiert wird erst am 25.12. Trotzdem ist der Papa meiner Gastmama mit mir an Heilig Abend in die Kirche gegangen, was mir ein kleines bisschen Weihnachtsstimmung gegeben hat. Morgens am 25. wurde ich durch 5 Kinder geweckt, die durch das ganze Haus gerannt sind “WHEN CAN WE FINALLY OPEN OUR PRESENTS?”. Die große Familie hat sich um den Plastik-Weihnachtsbaum gesetzt und das bunte Durcheinander hat begonnen. Alle Kinder haben mehr bekommen, als sie brauchen. Die Stimmung war sehr gut, doch besinnlich konnte man das nicht nennen.
Von meiner Familie und Freunden habe ich aus Deutschland Geschenke bekommen, die ich an Heilig Abend geöffnet habe. Ich glaube nicht, dass sie wissen, wieviel mir diese Geschenke bedeuten. Nicht nur wegen der Geschenke selbst, sondern auch weil man sich in einem fremden Land, in dem man noch nicht mal 2 Wochen lebt, an Weihnachten schon einsam fühlen kann. Auch mehrere Leute aus meiner australischen Familie hatten für mich Geschenke, womit ich überhaupt nicht gerechnet habe!
Alles in allem waren die Feiertage sehr anders, als ich es kenne, aber trotzdem wunderschön.

Angekommen in Sydney

14Dez2017

Nach dem 27 Stunden langen Flug sind wir heute um circa 9 Uhr morgens in Sydney gelandet. Vorher hatten wir Zwischenstopps in Dubai und Bangkok, viel Zeit wurde deshalb in diversen Sicherheitskontrollen verbracht. 

Ich realisiere noch gar nicht, dass ich gerade wirklich in Australien bin..
Ein leichtes Jetlag habe ich auf jeden Fall und der riesige Temperaturunterschied erschlägt einen beinahe (Deutschland: um die 0 Grad, Sydney: heute weit über 30 Grad).
Wir haben heute unsere Bankkonten eröffnet (wer mir Geld schicken möchte, kann sich gerne melden) und einige Zeit im Büro von AIFS verbracht, um letzte Dinge zu organisieren.
Im Hostel teile ich mir für diese Nacht ein Zimmer mit Charlin, die in der Nähe von Sydney sein wird und mit 3 Männern (Hostel-Zimmer sind hier in der Regel gemischt). Gerade ist es 20:18 und ich bin sehr stolz, dass ich noch wach bin und gegen das Jetlag kämpfe! Lange wird das allerdings nicht mehr halten, was man sicherlich auch an der sinkenden Qualität dieses Beitrages merken kann.
Morgen geht es dann um 8 Uhr wieder zum AIFS-Büro und nachmittags werden wir uns aufteilen und jeder zieht zu seiner Gastfamilie.
Update: Mein stolzer Moment ist offiziell vorbei- Es ist jetzt 0:07 und ich liege seit einer Stunde hellwach im Bett. Zuhause ist es gerade 14 Uhr, mein Körper hat dementsprechend wenig Lust zu schlafen.
An der Geräuschkulisse merkt man, dass wir uns das Zimmer mit Männern teilen.
Gerade stehen Schlaftabletten zur Debatte.